• Lukas Litschauer

Business Intelligence – 10 Basic Tips für den Einstieg in die Welt von Analytics, Big Data, KI & Co.

Daten sind längst eine der wichtigsten Ressourcen, über die Unternehmen heute verfügen. Um aus diesen Daten auch relevante Insights für den eigenen Erfolg zu generieren, braucht es moderne Business Intelligence-Lösungen. Dabei sind Schlagwörter wie Big Data, KI oder Machine Learning mittlerweile jedem ein Begriff. Aber worauf kommt es wirklich an? Hier ein kurzer Beginner’s Guide, wenn Sie vorhaben, Ihre Business Intelligence auf- oder auszubauen, oder das eigene Reporting auf akteullen Stand zu bringen.



1. Excel ist kein BI-Tool


Zuerst die erschreckende Wahrheit, die jetzt zahlreiche Controller, Business Developer und Vertriebschefs aufschreckt: Excel ist für BI-Lösungen völlig ungeeignet. Natürlich ist Excel aus der heuten Geschäfts- und Finanzwelt nicht wegzudenken. Für ad-hoc Analysen von geringen Datenmengen oder nicht-standardisierte Aufgaben im Projektgeschäft gibt es nach wie vor kein besseres Tool, vor allem im Hinblick auf Preis-Leistung. Wenn es aber um regelmäßige, sich wiederholende Aufgaben geht (Stichwort Reporting), spart echte BI-Software unendlich viel Zeit ein. Gleichzeitig sind BI-Tools auf sichere Zusammenarbeit ausgelegt, ein ewig altes und bis heute ungelöstes Excel-Problem. Zusätzlich ist Excel den heutigen Datenmengen nicht mehr gewachsen.


2. Sicherheit ist elementar


Fast wöchentlich liest man derzeit von kleineren und größeren Datenleaks, Phishing-Angriffen oder sonstigen Betrugsversuchen. Zum Glück nehmen die meisten Unternehmen diese Bedrohungen mittlerweile sehr ernst und reagieren mit entsprechenden Sicherheits- und Governancerichtlinien, besonders im Umgang mit Daten. Hilft aber alles nichts, wenn anschließend Excel-Dateien per Mail verteilt werden. Moderne BI-Lösungen erlauben Zusammenarbeit und das Teilen von Datensets in geschützten Umgebungen, die trotzdem von überall erreichbar sind. So funktionieren Ihre Prozesse auch im Homeoffice unverändert produktiv.


3. Daten kommen aus verschiedenen Quellen


Das ist in beinahe allen Unternehmen Realität. ERP-Systeme wie SAP, BMD oder Oracle liefern meist den größten Anteil an Unternehmensdaten. Gleichzeitig übernehmen (meist) Onlinedienste speziellere Aufgaben, von SalesForce über LinkedIn bis zu Google Analytics. Vielleicht liefern bei Ihnen sogar schon IoT-Sensoren Echtzeitdaten aus der Produktion. Die Systemvielfalt wird jedenfalls auch in Zukunft bestehen, denn die meisten Softwarelösungen sind derart spezialisiert und aufwendig, dass nicht mehr alle Aufgaben in einer Umgebung abgebildet werden können. Moderne Business Intelligence muss daher Daten aus unterschiedlichsten Quellen in ein Datenset bringen. Und das unabhängig davon, ob Daten auf lokalen Servern (on-premise) oder bereits in der Cloud liegen. Der Abruf von aktuellen Daten erfolgt dann völlig automatisch, bis hin zu Live-Datenstreams.


4. Big Data = Big Problem?


Laut aktuellen Studien sammeln bereits über 95% der Unternehmen Datenmengen, die man zweifellos als big data klassifizieren kann. Und ja, die gesammelte Datenmenge wird weiter zunehmen. Das stellt viele Betriebe vor echte Herausforderungen. Einerseits kommen lokale Serverumgebungen an die Grenzen, was mit laufenden Erweiterungen und damit Investments einhergeht. In der Analyse stellt sich dann oft das Problem, das die gesammelten Datenmengen gar nicht mehr analysiert werden können. Das liegt zum einen an den eingesetzten Tools (zB Excel), aber immer öfter auch am fehlenden Knowhow. Enorme Datenmengen müssen automatisiert bereinigt, modelliert und analysiert werden. Mit dem falschen Werkzeug verlieren Sie an dieser Stelle wertvolle Zeit oder Sie gefährden die Aussagekraft der Ergebnisse.


5. Welcome to the Cloud


Moderne BI-Systeme sollten selbstverständlich in der Cloud laufen. Es gibt heute keinen vernünftigen Grund mehr, Data Warehouses oder auch die Analyse der Daten lokal vorzunehmen. Sofern Sie nicht astronomische Summen in Ihre lokalen Server investiert haben, gehen Sie lieber davon aus, dass Clouddienste sicherer und verlässlicher laufen. Gleichzeitig können Ihre Mitarbeiter von überall auf Daten zugreifen und von allen Geräten arbeiten.


6. Business Intelligence muss ein Ziel haben


Digitalisierung ist kein Selbstzweck. Machen Sie Abläufe schneller und effizienter, behalten Sie Ausgaben im Blick und lernen Sie Ihre Kunden besser kennen. Verfolgen Sie Servicetickets, Kundenzufriedenheit oder Ihre Produktion in Echtzeit. Analysieren Sie Lieferketten, Märkte oder Vertriebskanäle. Optimieren Sie Ihre Preispolitik. Business Intelligence kann Entscheidungen verbessern, die Produktivität erhöhen, Ihr Geschäftsmodell profitabler machen und den Weg zur Entscheidung deutlich verkürzen. Setzen Sie von Beginn an Ziele, mit der richtigen Analyse können Ihre Daten den Weg dorthin weisen.


7. Digitalisierung ist ein Prozess


Hier werden wieder einige enttäuscht sein, aber in Wahrheit wird die Digitalisierung nie abgeschlossen sein. Es reicht eben nicht, Tablets zu verteilen. Die neuen Möglichkeiten in der digitalen Zusammenarbeit machen auch neue Prozesse notwendig. Gleichzeitig werden Sie sehr schnell sehen, dass auch zahlreiche Hürden auf Sie warten. Datenkultur ist Voraussetzung für Business Intelligence, aber in den wenigsten Unternehmen heute schon ein großes Thema. Wenn Daten bis heute noch nicht zentral zusammengeführt worden sind, wissen Sie noch gar nicht, wie viele Duplikate, Fehleingaben und Abweichungen auf Sie warten. Da heißt es schlicht dranbleiben und laufend an Verbesserungen zu arbeiten. Digitalisierung ist eben keine einmalige Umstellung, sondern vielmehr eine laufende Optimierung der bestehenden Systeme.


8. KI und Machine Learning sind längst da


Die führenden BI-Lösungen beinhalten längst künstliche Intelligenz und Machine Learning. Trotzdem halten sich hartnäckig zwei Annahmen: Erstens, solche Systeme können sich doch nur die Big-Player leisten. Zweitens, das ist doch Zukunftsmusik und hat noch keine konkreten Anwendungen. Natürlich ist beides völlig falsch. KI und Machine Learning in BI-Lösungen übernehmen schon heute zahlreiche Aufgaben, die bisher sehr zeitaufwendig waren. Damit können Kundenbewertungen analysiert, Telefongespräche ausgewertet oder Stimmungen in Postings in sozialen Medien erhoben werden. Kunden- und Marktsegmentierungen erfolgen heute auf Knopfdruck. Nicht mehr nach Gefühl, sondern nach statistischer Signifikanz. Das alles gibt es zu Preisen, die selbst für EPU’s keine große Herausforderung darstellen. Die Zeit die Sie damit sparen, den Mehrwert den Sie generieren – das ist ein Vielfaches der Kosten.


9. Visualisierungen sind nicht nur schöne Spielerein


Mit der enormen Datenmenge und den immer komplexeren Analysefunktionen bleibt ein Problem bestehen. Wir Menschen werden weder schneller noch besser in der Auffassung dieser Zusammenhänge. Und am leichtesten Verstehen wir eben immer noch Bilder. Die Auswahl der richtigen Visualisierung (also Grafik) entscheidet darüber, ob Zusammenhänge erkannt werden oder nicht. Ob Problemfelder identifiziert werden, oder nicht. Das ist aber Voraussetzung, um aus den gesammelten Daten auch tatsächlich Entscheidungen ableiten zu können. Ich weiß, in vielen Unternehmen werden Grafiken als überflüssig angesehen und lieber endlose Tabellen durchgewälzt. Tatsache ist aber, dass diese Darstellung bei enormen Datenmengen nicht mehr verarbeitbar ist.


10. Business Intelligence ist Teamsport


Zuerst der wichtigste Tip: Erfolgreiche Business Intelligence entsteht im Team und ist keinesfalls eine reine IT-Aufgabe. Beim Aufbau der BI sollten technische und kaufmännische Expertise gleichermaßen vorhanden und vertreten sein. Es ist nicht sinnvoll, das bestehende Excel-Reporting direkt in der neuen Umgebung nachzubauen. Sie haben jetzt deutlich mehr Möglichkeiten, also sollte in diesem Schritt auch gleich überdacht werden, was wirklich gemessen und verfolgt werden soll. Dazu heißt es aber erst, die Treiber des eigenen Geschäftsmodells auch aufzudecken.


Holen Sie sich mit foremind Knowhow in Ihr Team


Moderne BI-Tools bieten umfangreiche self-service-Funktionen. Das heißt, Reports und Dashboards können nach belieben verändert und angepasst werden. Das ist nach einer kurzen Einarbeitungsphase auch wirklich umsetzbar, gerade wenn man bisher mit Excel oder Microsoft generell keine Probleme hatte. Beim Aufbau, insbesondere wenn es um die Verbindung von Datenquellen, die Datenmodellierung oder Berechnungen geht, sollte allerdings das notwendige Knowhow vorhanden sein. Das spart Zeit und Nerven.

foremind steht Ihnen dafür gerne zur Verfügung und hilft Unternehmen beim Aufbau von modernen BI-Systemen mit Power BI von Microsoft. Damit lassen sich übrigens alle der oben erwähnten Tipps problemlos umsetzen. Das ist auch der Grund, warum 95% der Fortune 500 auf die Power Platform von Microsoft setzen.


Lassen Sie uns die Möglichkeiten von Power BI in Ihrem Unternehmen gern persönlich besprechen.


office@foremind.at

0664 / 754 77 0 88


Für mehr Informationen besuchen Sie www.foremind.at und finden Sie mich auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/lukas-litschauer/


Ich freue mich über Austausch, Feedback und Ihre Meinung!

34 Ansichten0 Kommentare